Mittwoch, 30. Dezember 2015

Wenn der Mond am Himmel steht, denke ich an dich



Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Moon At Nine
Genre: Roman, Jugendbuch
Verlag: cbj
Buchart: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 256 Seiten


Die 15-jährige Farrin hat eine Menge Geheimnisse. Denn obwohl sie auf eine Schule für Hochbegabte geht und aus einer angesehenen und wohlhabenden Familie stammt, ist es nach der islamischen Revolution besser, sich möglichst unauffällig zu verhalten. Zumal ihre Mutter eine Schah-Anhängerin war und ist. Aber dann begegnet sie Sadira und alles ändert sich mit der Freundschaft zu dem klugen, witzigen und beherzten Mädchen. Als aus ihrer Freundschaft allerdings mehr wird, wissen beide, dass sie einen gefährlichen Weg einschlagen: Homosexualität steht im Iran unter Todesstrafe. Doch ihre Beziehung wird publik und beide werden inhaftiert. Getrennt von Sadira kann Farrin nur hoffen, dass ihre Familie einen Weg findet, sie vor der Hinrichtung zu retten – sie beide.





Zunächst einmal das, was mir am besten gefallen hat: Dieses Buch liefert Einsichten in eine ganz neue Kultur. Ich wusste nicht viel darüber was im Iran so passiert bevor ich dieses Buch gelesen habe. Manches hat mich an das erinnert, was ich in "Ich bin Malala" über Pakistan erfahren habe.Aber an sich wusste ich wirklich sehr wenig über die Kultur und die Verhältnisse, um die es in "Wenn der Mond am Himmel steht, denke ich an dich" geht. Dadurch, dass ich dieses Buch gelesen habe könnte ich also viel Neues lernen und das hat mir sehr gut gefallen.
Es geht um zwei Mädchen die sich verlieben. Eigentlich ist es eine sehr schöne und süße Liebesgeschichte. Abgesehen von der Tatsache dass ihr Umfeld all dies überhaupt nicht duldet. Die beiden wussten nicht einmal dass Homosexualität überhaupt existiert, da darüber niemals gesprochen wird.
Die Geschichte nimmt einen ganz traurigen und schrecklichen Lauf als ihre Beziehung ans Licht kommt und die beiden Mädchen haben mir wirklich leid getan.
Das krasse ist, dass all dies wirklich passiert ist. Im Nachwort der Autorin liest man, dass sie eine Frau getroffen hat, die ihr ihre Geschichte erzählt hat und dass Deborah Ellis hier lediglich die Geschichte dieser Frau zu Papier bringt. Das ist wirklich schrecklich und es macht die Geschichte gleich viel wichtiger und bedeutsamer. Es ist gut, dass die Geschichte dieser Mädchen öffentlich gemacht wird und dass wir hier darüber lesen können - das sollten wir auch! 


Ich haben allerdings einen Stern abziehen müssen, aus verschiedenen Dingen die mir am Buch nicht gefallen haben. Es war leider zu kurz für so eine große, bedeutsame Geschichte. Ich fand dass es manchmal zu schnell ging und man auf manches noch mehr hätte eingehen können.
Der Schreibstil hat mir leider auch nicht so gut gefallen. Es kam mir vor als könnte die Autorin nicht wirklich gut mit Worten umgehen, wobei es natürlich auch sein kann dass einiges vom Schreibstil einfach beim Übersetzen verloren gegangene sind.. Das Buch lies sich dadurch leider nicht so schön lesen wie ich es mir gewünscht hätte. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass mir die Briefe die sich die beiden Mädchen schreiben, als sie einander nicht sehen dürfe, eindeutig zu kitschig waren. Es schien mir einfach unrealistisch, dass ein Teenager so schreiben würde. Aber das ist natürlich nur ein kleiner Kritikpunkt, der nicht weiter wichtig ist.



Normalerweise gebe ich bei so viel Kritik keine vier Sterne, aber "Wenn der Mond am Himmel steht, denke ich an dich" hat mich einfach so überzeugt mit seiner Story die wahr und echt und Realität ist und die wirklich so viel bedeutet, dass ich trotz allem so eine gute Bewertung abgeben muss.
Ich habe wirklich neue Dinge gelernt und empfehle das Buch deshalb auch auf jeden Fall weiter!
4 von 5 Herzchen <3





Mittwoch, 16. Dezember 2015

George R. R. Martin - Das Lied des Eisdrachen



Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Ice Dragon
Genre: Kinderbuch
Verlag: cbj
Buchart: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 128 Seiten


Adara ist ein Winterkind, geboren in der eisigsten Nacht seit Menschengedenken. Und Adara ist anders: Sie liebt die Kälte, das Eis, die Stille. Ihr einziger Freund ist ein kristallblauer Drache, der sie winters besucht. Als eines Tages feindliche Drachenkämpfer Adaras Heimat bedrohen, ist es die Freundschaft zwischen Winterkind und Eisdrachen, die das Leben ihrer Familie rettet …



George R R Martin ist natürlich ein Gott im Bezug auf Fantasy. Er schreibt eine der beliebtesten und bekanntesten Fantasyreihen unserer Zeit. Aber wie ist wohl ein Kinderbuch von ihm?
Zunächst einmal ein paar Informationen über das Buch: Es spielt, soweit ich weiß, in der selben Welt wie Game of Thrones: in Westeros, einer Welt sehr ähnlich unserem Mittelalter, nur dass es hier Magie und vor allem auch Drachen gibt.
Die Hauptperson dieser Geschichte ist Adara, ein Mädchen, dass im Winter geboren wurde und alles an ihr ist "kalt". Sie weit nicht, sie lacht nicht und sie hat keine Freunde außer einem ganz besonderen Freund, der jedes Jahr im Winter kommt: Der Eisdrachen. Es geht um Adara und ihr Leben, ihre Verbundenheit mit dem Drachen, aber auch um ihre Familie.

Die Geschichte an sich hat mir ziemlich gut gefallen. Ich mochte die Idee vom Eisdrachen und wie Adara sich immer heimlich mit ihm traf. Meiner Meinung nach war das Schönste am ganzen Buch aber vor allem eines: Die Illustrationen. Manchmal kam es mir fast vor wie ein Bilderbuch, ein wunderschönes! Auf fast jeder Seite findet man Bilder von Adara oder vom Drachen und diese sind wirklich wunderschön gezeichnet sind.


Allerdings birgt das Buch auch einige negative Aspekte. Ich fand es schade, dass die Geschichte nur so kurz war und dass alles ziemlich oberflächlich behandelt wurde. Man erfährt zum Beispiel so gut wie nichts über den Drachen und auch sonst konnte ich eigentlich mit keinem der Charaktere eine wahre Bindung aufbauen, was sehr schade war.
An manchen Stellen war es außerdem ziemlich brutal und z.B. die Verletzungen einiger Soldaten waren sehr detaliert beschrieben, was wahrscheinlich irgendwie typisch für G.R.R. Martins Art zu Schreiben ist, aber in einem Kinderbuch meiner Meinung nach, einfach nicht wirklich angebracht war.




 Trotz dieser Kritik hat es mir alles in allem Spaß gemacht das Buch zu lesen und vor allem die schönen Bilder anzusehen. Ich würde empfehlen das Buch im Winter zu lesen, am liebsten an einem kalten Tag mit Schnee wenn man selbst auf dem warmen Sofa eingekuschelt ist, da das einfach die perfekte Atmosphäre ist.
Es reicht leider nicht für 4 ganze Herzchen aber ich vergeben 3.5/5 meiner Herzchen an dieses Buch.




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