Mittwoch, 12. August 2015

Pierce Brown - Red Rising



Originalsprache: Englisch
Deutscher Titel: Red Rising
Genre: Dystopie, Fantasy, Science Fiction

über meine gelesene Version

Verlag: Del Ray
Buchart: Taschenbuch
Seitenanzahl:  416 Seiten


The Earth is dying. Darrow is a Red, a miner in the interior of Mars. His mission is to extract enough precious elements to one day tame the surface of the planet and allow humans to live on it. The Reds are humanity's last hope.

Or so it appears, until the day Darrow discovers it's all a lie. That Mars has been habitable - and inhabited - for generations, by a class of people calling themselves the Golds. A class of people who look down on Darrow and his fellows as slave labour, to be exploited and worked to death without a second thought.



Dieses Buch hat mir so gut gefallen - es war mein Monatshightlight im Juli!
Ich weiß gar nicht, wie man es beschrieben soll, denn es ist eine Art Mischung von Fantasy, Dystopie und Science Fiction. Es ist ein bisschen als hätte man die Hunger Games noch dunkler und schrecklicher gemacht, mit Elementen von Game of Thrones zusammen gemischt und das ganze aber im Weltraum spielen lassen... Aber auch das beschreibt es nicht wirklich.
Gleich am Anfang kommt man in eine ganz neue und unvorstellbare Welt, was mich gleich angesprochen hat. Ich habe schon so lange keinen Fantasy oder Dystopie Roman mehr gelesen, weil ich mich in letzter Zeit sehr auf Young Adult Contemporary Romane festgelegt hatte und ich habe es so genossen mal wieder ein Buch dieser Art zu lesen!
Ich möchte nicht zu viel über die Handlung verraten, da ich es wirklich super fand, dass so viele Dinge in diesem Buch passiert sind, die ich absolut nicht erwartet hatte, aber hier mal ein paar grundlegende Informationen zu dem Buch:

Es geht um Darrow, einen jungen Mann, der ein "Red" ist, in einer Welt, wo diese Menschen ganz unten in der Hierarchie stehen. Die menschliche Rasse ist nämlich in Farben unterteilt und ganz oben stehen die "Golds". Darrow ist ein "Hell Diver", er gräbt Tunnel unter der Erde im Mars, denn die Erde wird unbewohnbar und die Menschen müssen auf den Mars evakuiert werden und die Reds haben die mühevolle aber auch ehrenvolle Aufgabe den Planeten bewohnbar zu machen - das ist zumindest die offizielle Geschichte. Darrow erfährt allerdings, dass all das eine Lüge ist; dass die Reds nur die Sklaven der Menschheit sind und die Drecksarbeit machen müssen, während Golds und andere Farben sich schon lange ein schönes Leben auf dem Mars machen. 

Das ist alles was ich wusste, als ich mit dem Buch angefangen habe und wow, ich wurde so oft überrascht, denn es sind Dinge passiert, die ich mir beim besten Willen nicht hätte vorstellen können - ich habe es geliebt!


Darrow ist ein super Protagonist und hat mir als Charakter total gut gefallen. Dass man im Buch nach und nach seine "dunkle Seite" kennen lernt fand ich total spannend und interessant. Es ist sowieso toll wie im Buch mit dem Konzept von "gut und böse" umgegangen wird. Es gibt eigentlich so gut wie keine Person, die einfach böse ist. Es gibt eigentlich immer einen Grund für das Handeln der Menschen, oder warum jemand so geworden ist, wie er im Buch ist. Es gibt nicht "die Bösen" und "die Guten" und das fand ich total toll an diesem Buch. Dies ist eines der Themen, die das Buch auf wunderbare Weise aufgegriffen hat und in dieser Hinsicht hat es mich echt zum Nachdenken angeregt. Ich finde generell, dass das Buch wirklich tiefgründig ist, auch was den Aspekt von Gerechtigkeit, Macht, Einfluss und Hierarchie angeht. Mich hat das Buch total zum Nachdenken angeregt und das fand ich super!
Macht und Hierarchie sind generell die Dinge, die die wohl wichtigsten Rolle in diesem Buch spielen. Es hat mir echt in mancher Hinsicht die Augen geöffnet und manches kann man auf jeden Fall auf unsere Gesellschaft übertragen - das finde ich super!

Ich fand es toll, was für starke weibliche Charaktere es in diesem Buch gibt! Wie in vielen Dystopien, ist es auch bei Red Rising so gewesen, dass die Welt an sich sehr sexistisch ist. Bei solchen Szenarien ist es oft so, dass die Gesellschaft in konservative Muster zurückfällt und es "feste Rollenverteilungen" und blanken Sexismus gibt. So war das auch in dieser Welt. Was ich aber sehr mochte war, dass es trotz allem die Frauen gab, denen das herzlich egal war und die dennoch für das gekämpft haben, an das sie glauben. Eo, Darrows Frau, war für mich von Anfang an die größere Heldin, im Vergleich dazu wie Darrow am Anfang war und Mustang liebe ich einfach über alles!

Man sollte bevor man sich an dieses Buch heranwagt aber wissen, dass es an vielen Stellen wirklich brutal und total heftig ist. Es geht um Folter, Gewalt, Tod, Vergewaltigungen,... Mir lief es immer mal kalt den Rücken runter.
Mich hat das ganze stark an die Brutalität erinnert, der man auch in der Das Lied von Eis und Feuer Reihe begegnet. Vorher habe ich noch kein Buch gefunden, dass an die Brutalität von Game of Thrones rankommt aber dieses hier schafft das.
Ich persönlich lese sowas eigentlich nicht so gerne aber hier fand ich es notwendig um klar zu machen, mit was für eine Art System und Gesellschaft man es zu tun hat.

Zum Schreibstil muss ich sagen, dass er mir gut gefallen hat, ich ihn allerdings, da ich es auf Englisch gelesen habe, als sehr anspruchsvoll empfunden habe. Wenn ihr mich oder meinen Blog kennt, wisst ihr dass ich viel auf Englisch lese und damit habe ich normalerweise absolut kein Problem, aber bei diesem Buch?! Es ist sehr schweres Englisch selbst für mich und daher absolut nichts für Anfänger auf dem Gebiet, das wollte ich nur mal klar stellen. Aber keine Sorge, das Buch ist auch auf Deutsch im Heyne Verlag erschienen!

Alles in allem war ich von diesem ersten Band der Reihe total überzeugt und habe mir auch sofort das zweite Buch gekauft!



Dieses Buch hat mich daran erinnert, warum ich immer mal gerne ein Fantasy Buch lese. In letzter Zeit war ich wirklich zu fixiert auf Young Adult Contemporary! Ich habe es geliebt mich von Red Rising in eine neue Welt entführen zu lassen.
Ich fand die Plottwists unglaublich gut gemacht und die Spannung hat nie nachgelassen.
Mein Tipp, wenn ihr jetzt Lust bekommt das Buch zu lesen ist: Lest möglichst wenig darüber, um was es geht. Lasst es auf euch zukommen.
Je weniger ihr am Anfang wisst, desto mehr Überraschungsmomente wird es geben!
Wenn es nach mir ginge, solltet ihr es auf jeden Fall lesen - ich vergebe ganz fünf von fünf Herzchen!


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