Freitag, 15. Mai 2015

[Rezension] Tsugumi Ohba & Takeshi Obata - Death Note (Black Edition 2)

Diese Rezension bezieht sich auf das zweite Buch der „Black Edition“ von Death Note, also auf Manga 3 und 4 der Reihe.




Reihe: Death Note, Band 3 & 4
Originalsprache: Japanisch
Genres: Manga, Drama, Mystery, Thriller

Deutsche Black Edition
Verlag: TOKYOPOP
Art des Buchs: Manga, Taschenbuch
Seitenanzahl: 384 Seiten


Eines Tages fällt dieses unheimliche Heft - das Death Note - in die Hände des Musterschülers Light Yagami. Und schon bald ist diesem klar: Er will alle Verbrecher töten. Er will die Gesellschaft von allem Bösen befreien. Und er will der Gott einer neuen Weltordnung werden.
Death Note 3
Die Sonderermittler unter der Leitung von L sind Light auf den Fersen. Doch selbst unter Beobachtung lässt sich Kira nicht vom Töten abhalten. Als plötzlich mysteriöse Videobänder auftauchen, kommt es zu einer auch für Kira schicksalhaften Wendung.
Death Note 4
Nach dem Erscheinen eines zweiten Kira wird Light in die Ermittlungszentrale gerufen, um L mit seiner überragenden Kombinationsgabe zur Seite zu stehen. In der Botschaft des falschen Kira entdeckt Light eine für ihn bestimmte, versteckte Nachricht und zieht daraufhin in Erwägung, mit Kira 2 in Kontakt zu treten...





Wenn ihr meine Rezension zum ersten Teil der Black Edition gelesen habt (hier!), habt ihr wahrscheinlich gemerkt, dass ich davon sehr begeistert war.
Dieser zweite Band der Reihe konnte meine entsprechend hohen Erwartungen leider nicht erfüllen und inzwischen sage ich immer, dass Death Note und mich jetzt eine Art Hassliebe verbindet.
Also, erstmal, seit ich Death Note begonnen habe, habe ich meine Liebe für Mangas, Comics, Graphic Novels und ähnliches entdecket. Ich will unbedingt mehr und will mir eigentlich ständig neue Graphic Novels kaufen. Diese Art von Lesen macht mir einfach wirklich Spaß.
Die Story von Death Note hat mich außerdem wirklich von Anfang an begeistert.
Es geht um Macht, Genie, Geschicklichkeit, und vor allem geht es darum dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein. Light ist ein Jugendlicher, der ein Death Note besitzt mit dem er Menschen einfach so umbringen kann und damit versucht eine neue Weltordnung auf zu bauen, in der es keine Verbrechen mehr gibt. L ermittelt in diesem Fall und will unbedingt herausfinden wer der geheimnisvolle Kira ist, der all diese Morde begeht. Light tut so als wäre er auf Ls Seite und versucht mit ihm zusammen zu arbeiten, in dem er so tut als würde er selbst auch Kira jagen. Die beiden tun sich zusammen aber dennoch verdächtigt L Light immer wieder. Da beide wirklich genial und echte Genies sind, ist es wirklich total spannend mit zu bekommen, wie sich ihr ständiges Katz und Maus Spiel entwickelt, da beide dem anderen immer einen Schritt voraus sind - in gewisser Weise.
Ich finde diese Story richtig spannend und es macht Spaß darüber zu lesen. Den dritten Manga und damit die erste Hälfte dieses Buches, habe ich mit großer Freude gelesen und er hat mir wirklich gut gefallen.
Das was mich so stört passiert im vierten Manga. Das Problem ist folgendes:
In meiner letzten Rezension zu Death Note 1 habe ich bereits bemängelt, dass mir gute und starke Frauen oder Mädchen in der Reihe fehlen, jetzt habe ich den Sexismus der Reihe voll kommen zu spüren bekommen und es hat mich wirklich sehr gestört.
Ein neuer Charakter taucht in diesem Teil der Reihe auf: Misa Amane. Sie hätte eine wirklich tolle Figur sein können, das ganze Potential ist da. Es gibt eine tolle Hintergrundgeschichte und die Art, wie sie in die Story findet und dazu kommt ist richtig cool.
Das alles könnte wirklich toll sein, wenn Misa nicht das Klischee eines seltsam verdrehten Frauenbildes wäre. Sie wird als blondes Püppchen dargestellt, die niemals so schlau sein kann wie die männlichen Helden. Sie begeht dumme Fehler und natürlich ist sie Hals über Kopf in Kira - also in Light - verliebt und würde absolut alles für ihn tun. Sie spielt vollkommen verrückt als sie ihn sieht und will sich ihm komplett unterwerfen, dennoch ist sie natürlich eine eifersüchtige Zicke, die Light nur nervt. Er beschließt schließlich sich mit ihr abzugeben, weil sie ihm nützlich sein kann und er Dinge wir ihre Gefühle natürlich nicht respektieren muss, da er vollkommen über ihr steht.

Auch L verhält sich so, als wäre ihm eine Sache ganz klar, und zwar, dass auch er Misa voll und ganz überlegen ist.
Außerdem wird sie immer, auch in Situationen, in denen das ganz und gar nicht nötig oder angebracht ist, auf seltsame Weise in erotischen Positionen und in zu kurzen Klamotten und seltsamen Winkeln gezeigt. Es mag sein, dass dieser letzte Punkt für die meisten Mangas normal ist, aber es hat mich trotzdem gestört.

Ich komme nicht gut mit diesem Sexismus klar und das hat mir das Lese-Erlebnis im vierten Manga wirklich kaputt gemacht.
Death Note hat eine super spannende Story aber der Sexismus ist wirklich ein Problem für mich. Ich denke der Begriff Hassliebe ist hierbei wirklich angebracht um meine Gefühle zu beschreiben. Es macht mich so traurig, dass eine derart spannende und tolle Geschichte auf diese Art für mich zerstört wird.




Dem dritten Manga würde ich noch 4 Sterne geben, aber der zweite würde eher nur 2 Herzchen bekommen... Insgesamt habe ich mich also für 3 Sternchen entschieden, da meine Meinungen und Empfindungen wirklich gemischt sind. 




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