Freitag, 22. Mai 2015

[Rezension] Ava Dellaria - Love Letters To The Dead



Originalsprache: Englisch
deutscher Titel: Love Letters To The Dead
Genres: Jugendbuch, Contemporary
Altersempfehlung: 13 - 16 Jahre
über meine gelesene Version:
Verlag: Hot Key Books
Art des Buchs: Taschenbuch
Seitenanzahl: 327 Seiten



Sometimes the best letters are the ones that go unanswered.
It begins as an assignment for English class: write a letter to a dead person - any dead person. Laurel chooses Kurt Cobain - he died young, and so did Laurel's sister May - so maybe he'll understand a bit of what Laurel is going through. Soon Laurel is writing letters to lots of dead people - Janis Joplin, Heath Ledger, River Phoenix, Amelia Earhart...it's like she can't stop. And she'd certainly never dream of handing them in to her teacher. She writes about what it's like going to a new high school, meeting new friends, falling in love for the first time - and how her family has shattered since May died. But much as Laurel might find writing the letters cathartic, she can't keep real life out forever. The ghosts of her past won't be contained between the lines of a page, and she will have to come to terms with growing up, the agony of losing a beloved sister, and the realisation that only you can shape your destiny.





“Maybe what growing up really means is knowing that you don't have to be just a character, going whichever way the story says. It's knowing you could be the author instead.” 

In Love Letters To The Dead geht es um Laurel, die gerade die High School beginnt und es nicht gerade leicht hat. Sie kennt auf der neuen Schule niemanden und hat zunächst keine Freunde und mehr als alles andere vermisst sie ihre große Schwester May, die im Jahr zuvor starb.
Als Laurel im Englischunterricht die Aufgabe bekommt einen Brief an eine tote Person zu schreiben, entscheidet sie sich für Kurt Cobain, Mays Lieblingssänger. Von da an schreibt sie ständig toten Persönlichkeiten und berichtet ihnen aus ihrem Leben. Es geht um Liebe Freundschaften und dem Umgang mit einem schrecklichen Verlust.
Bei diesem Buch hatte ich wirklich gemischte Gefühle. Die Frage, ob es mir gefällt oder nicht hat sich mir während des Lesens sehr oft gestellt, und so ganz sicher war ich mir lange Zeit nicht.
Ganz am Anfang war ich total begeistert. Ich habe das Buch in einem Moment angefangen, in dem ich so gut wie gar keine Zeit hatte, ich habe die ersten paar Seiten gelesen und dann aufgehört, mit einem sehr positiven Gefühl. Es hat sich ein wenig angefühlt wie The Perks of Being a Wallflower (Das also ist mein Leben) von Stephen Chbosky, was eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist, deshalb habe ich mich auch schon gleich richtig auf das Buch gefreut. 
Ich war überwältigt vom Schreibstil, der ist wirklich wunderschön und voller toller Zitate. Aber nachdem ich ein bisschen mehr gelesen hatte, war mir das Buch irgendwie schon zu ähnlich zu The Perks und das hat mir dann nicht mehr so gut gefallen. Es gibt wirklich sehr viele Gemeinsamkeiten in den beiden Büchern und an gewissen Stellen, war das dann doch etwas zu viel.
Aber mit der Zeit fand ich Love Letters To The Dead immer besser und besonderer, die eigene Geschichte kam letztendlich dann doch zunehmend raus.

“Sometimes when we say things, we hear silence. Or only echoes. Like screaming from inside. And that’s really lonely. But that only happens when we weren’t really listening. It means we weren’t ready to listen yet. Because every time we speak, there is a voice. There is the world that answers back.” 

Zu Beginn mochte ich Laurel so gar nicht. Sie ist so schwach und fragil und sagt eigentlich nie irgendwas. Sie lässt alles mit sich machen, ist zu angepasst, langweilig und versucht dennoch rebellisch zu sein. Und mehr als alles andere versucht sie wie May zu sein, zieht ihre Klamotten an, hört ihre Musik, geht auf Partys und betrinkt sich so wie sie.
Aber mit der Zeit hat sich das geändert. Laurel hat angefangen sich wirklich zu entwickeln und zwar sehr zum positiven, so dass sie mir auch besser gefallen hat. Die Geschichte wurde viel spannender, ich wollte unbedingt mehr über May erfahren und über das was passiert ist.
Viele Stellen gingen mir sehr nah, viele Zitate fand ich wahr und anwendbar im wahren Leben, letztendlich hat mich vieles bewegt.
Es geht auch um die Liebesgeschichte zwischen Sky und Laurel. Dies wird eigentlich schon im ersten Brief klar, denn schon dort erwähnt sie ihn, als den einzigen interessanten Jungen auf der Schule, der es ihr sofort angetan hat. In gewisser Weise mochte ich Sky am Anfang, später wurde er mir eher unsmypathisch. Das wichtigste an dieser Liebesgeschichte ist aber meiner Meinung nach, dass sie letztendlich nicht der Mittelpunkt des Buches ist. Ja, es geht oft um die Beziehung der beiden aber nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich ehrlich sagen, dass die wichtigsten Dinge, die passiert sind eigentlich nichts mit dieser Romanze zu tun hatten, sondern mit Laurel selbst. Viel wichtiger als dass sie Sky findet ist, dass sie sich selbst findet. Und vor allem dass sie lernt, dass sie nicht May ist und dass sie das auch gar nicht sein muss.

“May, I love you with everything I am. For so long, I just wanted to be like you. But I had to figure out that I am someone too, and now I can carry you, your heart with mine, everywhere I go.” 


Übrigens muss ich noch hinzufügen, dass ich das Cover über alles liebe. Es ist wunderschön und ich bin so froh, dass die deutsche Ausgabe dieses Buchs (ja, es gibt es auch schon auf deutsch, erschienen im cbt Verlag) genauso toll gestaltet ist und sowohl Titel als auch Cover einfach übernommen wurde. Das sollte echt öfter passieren!
Um euch nun einmal den wundervollen Schreibstil von Ava Dellaria nahezulegen, habe ich einige meiner Lieblingszitate mit eingebaut, ich hoffe euch gefallen sie genauso gut wie mir!

“Because I think that by beauty, you don't just mean something that's pretty. You mean something that makes us human.” 


Love Letters To The Dead ist ein wirklich schönes Buch mit wunderschönem Cover und einem genauso schönem Titel. Man braucht vielleicht ein bisschen um sich hineinzufinden aber letztendlich konnte es mich doch noch wirklich überzeugen und ich kann es euch nur empfehlen.

Eine wunderschön geschriebene, oft sehr traurige Geschichte, in der es nicht nur um den Verlust eines geliebten Menschen und den Umgang damit geht, sonder auch um erwachsen werden und sich selbst finden.

Auf Grund einiger Mängel vergebe ich letztendlich 4 von 5 Herzchen an dieses tolle Buch :)



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