Mittwoch, 27. Mai 2015

[Rezension] Keith Harring - Ninas Buch der kleinen Dinge

                                         
                                     Originalsprache: Englisch
                                     Originaltitel: Nina's Book of Little Things
Genres: DIY, Kunstbuch, Kreativbuch
Altersempfehlung: ab 7 Jahre
über meine gelesene Version:
Verlag: Prestel
Buchart: Paperback (
Soft-Touch-Laminierung)
Seitenanzahl: 80 Seiten


<~ Bilck ins Buch!

Kaufen?





„Dies ist ein Buch für kleine Dinge. Für deine kleinen Dinge“, schrieb Keith Haring Nina, der Tochter seines Künstlerfreundes Francesco Clemente. 
Zum 7. Geburtstag malte er dieses Buch für sie. Und er wünschte sich, sie möge darin zeichnen, kleben, kleistern … und ihr eigenes, einzigartiges Buch daraus machen. 
Auch 25 Jahre später hat dieses allererste Kritzel-Buch nichts von seinem Charme verloren und lädt Groß und Klein dazu ein, es zu ihrem individuellen, sehr persönlichen Buch zu gestalten.


Bist du gerne kreativ? Aber vielleicht nicht ganz so kreativ, als das du selbst immer Ideen hast, was genau du den künstlich machen kannst? So geht es mir. Daher mag ich Bücher die einem Ideen geben, was man den gestallten könnte, ganz im Keri Smith - "Wreck This Journal" (Mach dieses Buch fertig) - Style!
Denn so ähnlich ist auch Ninas Buch der kleinen Dinge. So ähnlich, aber gleichzeig doch anders. 


Dieses süße Buch ist voller kleinen Zeichnungen von Keith Harring, der vielen von euch wahrscheinlich durch seine Bilder mit den buten Männchen bekannt ist.
Manche Seiten im Buch sind gefüllt mit Zeichnungen von ihm und es ist noch ein bisschen Platz daneben um Aufforderungen nachzugehen, wie zum Beispiel "Verwende diese 2 Seiten für kleine getrocknete Blätter im Herbst oder kleine Blumen im Sommer. Kein Ungeziefer, bitte." Oder wie auf dieser Seite;


Andere Seiten sind bis auf den Auftrag komplett leer gelassen und man hat mehr als genug Platz um zum Beispiel Schmetterlinge zu zeichnen!
Viele Seiten sind so ein Mittelding, mit viel Platz zum selbst gestallten und trotzdem mit einigen kleineren Kunstwerken von Keith Harring.



Die Aufmachung des Buchs ist wundervoll. Ich liebe pink und habe mich sofort in das süße Cover verliebt! Außerdem war ich überrascht wie groß dieses Buch der kleinen Dinge doch ist. Das Cover ist wirklich qualitativ hochwertig und fühlt sich gut an. Ein extra Pluspunkt: Hinten gibt es eine Art Tasche, in welcher man "kleine Dinge" aufbewahren kann, die irgendwann nochmal ihren Weg in das Buch finden sollen und es gibt ein Band, welches das Buch zuhält, auch dann wenn es durch den Inhalt etwas dicker wird.


Einen Kritikpunkt habe ich in dieser Hinsicht aber doch, da nämlich leider die Schrift manchmal ein bisschen durch drückt. Ich habe Titelseite zu Beginn des Buchs mit Buntstiften ausgemalt und auf den nächsten fünf Seiten ist dies leider durch durchgedrückte Druckerschwärze zu sehen, die die Seiten ein bisschen kaputt macht. Das ist echt schade!
Aber ansonsten ist es wirklich sehr positiv zu bewerten. Ich bin froh, dass Nina dieses Buch zur Veröffentlichung bereitgestellt hat. Menschen auf der ganzen Welt und jedes Alters können nun Keith Harrings Kreativität auf ganz besondere Art miterleben und ich finde auf jeden Fall, dass das Buch nicht nur etwas für Kinder ist.
 Auf den Bildern seht ihr einige Seiten des Buchs und könnt euch hoffentlich nun ein Bild davon machen, was man mit diesem Buch alles so erleben kann.
Ich bin sicher, dass ich noch viele schöne und kreative Stunden füllen werde.



Ein besonderes und schönes Kreativbuch eines wirklich tollen Künstlers, das definitiv Spaß macht und sehr empfehlenswert ist. Es bekommt auf Grund kleiner Mängel 4 von 5 Herzchen von mir :)


Vielen Dank an die Verlangsgruppe Randomhouse und den Prestel-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! :)



[Rezension] Malala Yousafzai - Ich bin Malala



Originalsprache: Englisch
Genres: Autobiografie, Non-Fiction
über meine gelesene Version:
Verlag: Knaur
Buchart: Taschenbuch
Seitenanzahl: 432 Seiten



Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg überfallen und niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Wie durch ein Wunder kommt Malala mit dem Leben davon. Als im Herbst 2013 ihr Buch "Ich bin Malala" erscheint, ist die Resonanz enorm: Weltweit wird über ihr Schicksal berichtet. Im Juli 2013 hält sie eine beeindruckende Rede vor den Vereinten Nationen. Barack Obama empfängt sie im Weißen Haus, und im Dezember erhält sie den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, verliehen vom Europäischen Parlament. Malala Yousafzai lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie wieder zur Schule geht. 
Malala Yousafzai wurde mit dem Friedensnobelpreis 2014 ausgezeichnet. 




Malalas Geschichte ist für mich vor allem eines: inspirierend.
Malala ist nicht mal einen Monat jünger als ich, wir sind also fast zur selben Zeit auf ein und dem selben Planeten geboren und dennoch sind unsere Leben doch so sehr unterschiedlich von einander.
In Ich Bin Malala erzählt die 17-jährige von ihrer Geschichte, aber nicht nur aus ihrem eigenen Leben, nein, das Buch greift noch viel weiter. Es geht um die Geschichte ihres Landes und noch eher um die der Region aus der sie stammt, dem Swat-Tal. Malala erzählt viel über die Geschichte des Landes, über Helden und Eroberer, Kriege und Legenden. Und sie erzählt viel über die Geschichte ihrer Familie, über die ihres Vaters. Man merkt schnell, dass ihr Vater ihr Held ist. Sei größter Traum war es immer eine eigene Schule aufzubauen und dort Kinder - auch Mädchen - zu unterrichten. Für diesen Traum hat er gekämpft und er musste immer sehr viel kämpfen.
Im Buch wird einem deutlich gemacht, was für Auswirkungen extremistische Gruppen haben können, wie einzelne Personen durch eine gewisse Ausstrahlung und Charisma die Notlage oder Unwissenheit anderer ausnutzen und ihnen ihre eigene verdrehte Logik in den Kopf pflanzen können, so wie das im Laufe der Geschichte so oft passiert ist. Es ist erschreckend wie sehr es genauso noch heute überall auf der Welt passiert.
Zuerst war ich überrascht, dass es nicht nur um Malalas Leben geht. Sie hat immerhin so viel getan, sich immer für Frauen- und Mädchenrechte eingesetzt, sie hat ein Attentat überlebt und einen Friedensnobelpreis gewonnen. Sicher könnte sie ein ganzes Buch nur mit Dingen über ihr eigenes Leben füllen.
Stattdessen aber, ist das Buch in fünf Teile aufgeteilt und der erste Teil geht erstmal nur um die Geschichte ihrer Gegend. Zuerst wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte, obwohl es irgendwie interessant war, kam ich mir ein bisschen wie im Geschichtsunterricht vor und habe mich gefragt ob es sich überhaupt lohnt über sowas zu lesen, immerhin würde ich mir die ganzen historischen Fakten und die Namen von irgendwelchen Kriegern sowieso nicht merken können. Inzwischen ist mir klar dass es gut war darüber zu lesen und ich froh bin dass sowas in dem Buch drin vor kam, da es dabei hilft die Kultur und damit auch alle Ereignisse, die in dem Buch geschildert werden besser zu verstehen.
Am meisten gefallen haben mir dennoch die Teile, in denen es wirklich um Malalas Leben ging. Ich fand es toll zu lesen, wie sehr sie sich für die Schule und das Lernen begeistert hat. Wir hier im reichen Westen sehen all das ja meistens nur als Last an. Ich mochte es, dass Malala so einen großen Ehrgeiz hatte, immer die Beste in der Schule zu sein, auch ich bin immer sehr darauf bedacht gute Noten zu schreiben und konnte mich in dem Punkt also immerhin ein bisschen mit Malala identifizieren.
Ich bin immer noch beeindruckt, wie sie, ein Mädchen, das genauso alt ist wie ich, sich nie unterkriegen lassen hat. Sie hat nicht geschwiegen als die Taliban sich gegen die Bildung von Mädchen ausgesprochen haben und dagegen vorgegangen sind, sondern sie hat den Mund aufgemacht und was dagegen getan!
Ich bin Malala ist eine beeindruckende Geschichte, die einen beim Lesen wirklich das Gefühl gibt, dass man etwas mitnimmt und wenn man es fertig hat, hat man das Gefühl ein bisschen jemand anderes zu sein, als die Person, die man vor dem Buch war.



Ich bin Malala bekommt 5/5 Herzchen von mir und ist eine absolute Buchempfehlung für jeden!

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Ich habe dieses Buch außerdem für Nastis Disney Prinzessinnen Challenge gelesen, für folgende Aufgabe:


Samstag, 23. Mai 2015

Project 10 Books!


Kennt ihr Project 10 Books? 

Das ist eine Aktion, bei der es darum geht den SuB abzubauen.. und der ist im Moment wirklich zu groß bei mir!
Man sucht sich also zehn Bücher aus und entscheidet, dass man diese zuerst mal lesen will, bevor man lauter neue Bücher kauft und vielleicht auch ganz andere Bücher liest.
Ich habe gemerkt, wie viele Neuzugänge ich in letzter Zeit hatte und dadurch, dass ich mit Rezensionsexemplaren angefangen habe, komme ich auch ein bisschen unter Druck, was die Rezensionen angeht. Vor allem, weil ich oft nicht so viel Zeit zum lesen oder Blog schreiben habe. Deshalb finde ich dieses Projekt auch so gut und weiß, dass ich sehr froh sein werde, wenn ich diese zehn Bücher gelesen habe.
Ich hatte diesen Monat allein schon über 12 Neuzugänge... langsam wird es viel zu viel :D
Ich bin mir sicher, dass es schwer wird keine neuen Bücher zu kaufen oder Reziexemplare anzufragen, bevor ich nicht diese Bücher gelesen habe. Andererseits habe ich am 01. Juni Geburtstag und das wird definitiv auch wieder Neuzugänge mit sich bringen!
Naja :D

Jetzt also zu meinen zehn Büchern:
Rick Riordan - Percy Jackson and the Olympians: The Battle of the Labyrinth
Rick Riordan - Percy Jackson and the Olympians: The Last Olympians
Karen Joy Fowler - We Are All Completely Besides Ourselves
Gayle Forman - Nur diese eine Nacht
Maria Semple - Wo steckst du, Bernadette?
Raquel J. Palacio - Wunder
Colleen Hoover - Hope Forever
David Levithan - Two Boys Kissing
Jenny Han - To All The Boys I've Loved Before
Barry Jonsberg - Das Blubbern von Glück

Das Bild habe ich auch schon auf Instagram gestellt und gleichzeitig nach Leuten gefragt, die vielleicht die selben Bücher wie ich auf dem SuB liegen haben und irgendetwas mit mir zusammen lesen möchte, so reading buddy mäßig. Zu meiner großen Freude haben sich auch gleich ein paar gemeldet und ich bin schon sehr gespannt darauf mit jemandem zusammen einige meiner SuB Leichen wieder zum Leben zu erwecken :D
Wie sieht es bei euch aus, kennt ihr einige der Bücher? Habt ihr schon etwas davon gelesen? Oder habt ihr selbst Erfahrungen mit dem Project 10 Books? Wollt ihr welche noch lesen? Hat irgendjemand von euch auch Lust Reading Buddies zu werden? :D

Alles Liebe, eure Sarah <3

Freitag, 22. Mai 2015

[Rezension] Ava Dellaria - Love Letters To The Dead



Originalsprache: Englisch
deutscher Titel: Love Letters To The Dead
Genres: Jugendbuch, Contemporary
Altersempfehlung: 13 - 16 Jahre
über meine gelesene Version:
Verlag: Hot Key Books
Art des Buchs: Taschenbuch
Seitenanzahl: 327 Seiten



Sometimes the best letters are the ones that go unanswered.
It begins as an assignment for English class: write a letter to a dead person - any dead person. Laurel chooses Kurt Cobain - he died young, and so did Laurel's sister May - so maybe he'll understand a bit of what Laurel is going through. Soon Laurel is writing letters to lots of dead people - Janis Joplin, Heath Ledger, River Phoenix, Amelia Earhart...it's like she can't stop. And she'd certainly never dream of handing them in to her teacher. She writes about what it's like going to a new high school, meeting new friends, falling in love for the first time - and how her family has shattered since May died. But much as Laurel might find writing the letters cathartic, she can't keep real life out forever. The ghosts of her past won't be contained between the lines of a page, and she will have to come to terms with growing up, the agony of losing a beloved sister, and the realisation that only you can shape your destiny.





“Maybe what growing up really means is knowing that you don't have to be just a character, going whichever way the story says. It's knowing you could be the author instead.” 

In Love Letters To The Dead geht es um Laurel, die gerade die High School beginnt und es nicht gerade leicht hat. Sie kennt auf der neuen Schule niemanden und hat zunächst keine Freunde und mehr als alles andere vermisst sie ihre große Schwester May, die im Jahr zuvor starb.
Als Laurel im Englischunterricht die Aufgabe bekommt einen Brief an eine tote Person zu schreiben, entscheidet sie sich für Kurt Cobain, Mays Lieblingssänger. Von da an schreibt sie ständig toten Persönlichkeiten und berichtet ihnen aus ihrem Leben. Es geht um Liebe Freundschaften und dem Umgang mit einem schrecklichen Verlust.
Bei diesem Buch hatte ich wirklich gemischte Gefühle. Die Frage, ob es mir gefällt oder nicht hat sich mir während des Lesens sehr oft gestellt, und so ganz sicher war ich mir lange Zeit nicht.
Ganz am Anfang war ich total begeistert. Ich habe das Buch in einem Moment angefangen, in dem ich so gut wie gar keine Zeit hatte, ich habe die ersten paar Seiten gelesen und dann aufgehört, mit einem sehr positiven Gefühl. Es hat sich ein wenig angefühlt wie The Perks of Being a Wallflower (Das also ist mein Leben) von Stephen Chbosky, was eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist, deshalb habe ich mich auch schon gleich richtig auf das Buch gefreut. 
Ich war überwältigt vom Schreibstil, der ist wirklich wunderschön und voller toller Zitate. Aber nachdem ich ein bisschen mehr gelesen hatte, war mir das Buch irgendwie schon zu ähnlich zu The Perks und das hat mir dann nicht mehr so gut gefallen. Es gibt wirklich sehr viele Gemeinsamkeiten in den beiden Büchern und an gewissen Stellen, war das dann doch etwas zu viel.
Aber mit der Zeit fand ich Love Letters To The Dead immer besser und besonderer, die eigene Geschichte kam letztendlich dann doch zunehmend raus.

“Sometimes when we say things, we hear silence. Or only echoes. Like screaming from inside. And that’s really lonely. But that only happens when we weren’t really listening. It means we weren’t ready to listen yet. Because every time we speak, there is a voice. There is the world that answers back.” 

Zu Beginn mochte ich Laurel so gar nicht. Sie ist so schwach und fragil und sagt eigentlich nie irgendwas. Sie lässt alles mit sich machen, ist zu angepasst, langweilig und versucht dennoch rebellisch zu sein. Und mehr als alles andere versucht sie wie May zu sein, zieht ihre Klamotten an, hört ihre Musik, geht auf Partys und betrinkt sich so wie sie.
Aber mit der Zeit hat sich das geändert. Laurel hat angefangen sich wirklich zu entwickeln und zwar sehr zum positiven, so dass sie mir auch besser gefallen hat. Die Geschichte wurde viel spannender, ich wollte unbedingt mehr über May erfahren und über das was passiert ist.
Viele Stellen gingen mir sehr nah, viele Zitate fand ich wahr und anwendbar im wahren Leben, letztendlich hat mich vieles bewegt.
Es geht auch um die Liebesgeschichte zwischen Sky und Laurel. Dies wird eigentlich schon im ersten Brief klar, denn schon dort erwähnt sie ihn, als den einzigen interessanten Jungen auf der Schule, der es ihr sofort angetan hat. In gewisser Weise mochte ich Sky am Anfang, später wurde er mir eher unsmypathisch. Das wichtigste an dieser Liebesgeschichte ist aber meiner Meinung nach, dass sie letztendlich nicht der Mittelpunkt des Buches ist. Ja, es geht oft um die Beziehung der beiden aber nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich ehrlich sagen, dass die wichtigsten Dinge, die passiert sind eigentlich nichts mit dieser Romanze zu tun hatten, sondern mit Laurel selbst. Viel wichtiger als dass sie Sky findet ist, dass sie sich selbst findet. Und vor allem dass sie lernt, dass sie nicht May ist und dass sie das auch gar nicht sein muss.

“May, I love you with everything I am. For so long, I just wanted to be like you. But I had to figure out that I am someone too, and now I can carry you, your heart with mine, everywhere I go.” 


Übrigens muss ich noch hinzufügen, dass ich das Cover über alles liebe. Es ist wunderschön und ich bin so froh, dass die deutsche Ausgabe dieses Buchs (ja, es gibt es auch schon auf deutsch, erschienen im cbt Verlag) genauso toll gestaltet ist und sowohl Titel als auch Cover einfach übernommen wurde. Das sollte echt öfter passieren!
Um euch nun einmal den wundervollen Schreibstil von Ava Dellaria nahezulegen, habe ich einige meiner Lieblingszitate mit eingebaut, ich hoffe euch gefallen sie genauso gut wie mir!

“Because I think that by beauty, you don't just mean something that's pretty. You mean something that makes us human.” 


Love Letters To The Dead ist ein wirklich schönes Buch mit wunderschönem Cover und einem genauso schönem Titel. Man braucht vielleicht ein bisschen um sich hineinzufinden aber letztendlich konnte es mich doch noch wirklich überzeugen und ich kann es euch nur empfehlen.

Eine wunderschön geschriebene, oft sehr traurige Geschichte, in der es nicht nur um den Verlust eines geliebten Menschen und den Umgang damit geht, sonder auch um erwachsen werden und sich selbst finden.

Auf Grund einiger Mängel vergebe ich letztendlich 4 von 5 Herzchen an dieses tolle Buch :)



Donnerstag, 21. Mai 2015

[Rezension] David Levithan – Das Wörterbuch der Liebenden





Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Lover's Dictionary
Genres: Romanze

über meine gelesene Version:
Verlag: Graf
Art des Buchs: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 224 Seiten


Von A wie atemberaubend bis Z wie Zenit – was liegt näher, als die Liebe enzyklopädisch zu erzählen? Diese poetische Manhattan-Love-Story in ungewöhnlicher, verspielter Lexikon-Form ist ein Herzensbuch für jeden, der verliebt ist oder sich verlieben möchte. Hast du gemerkt, dass ich mich in meinem Internet-Profil zwei Jahre jünger gemacht habe? - Welch pure Seligkeit, als wir den Küchentisch unter den bestirnten Himmel stellten, um alfresco zu essen. - Ob es eine gute Idee ist, zusammenzuziehen? Sollen nicht wenigstens unsere Bücher eigene Regale behalten? - Du wirst doch nicht etwa Doisneaus Kuss aufhängen. Ich will es nicht wissen, wenn du mir sagst, du hättest mir etwas zu sagen… Ein Wörterbuch der anderen Art: Jeder Eintrag erzählt einen Schritt der Annäherung, der immer größer werdenden Nähe, aber damit auch der Verletzlichkeit. Literarisch raffiniert und romantisch, frisch und modern fängt es die beinahe alltäglichen Gefühlsstürme der Liebe ein: Momente des größten Glücks und des Genervtseins, großer Erwartung und kleiner Ernüchterung, und der einzigen Gewissheit, dass Liebe nun mal das Flüchtigste auf der Welt ist.



"Am Ende werden diese Wörter nur ein schwacher Abglanz sein, bar aller Empfindungen, die sich in Worte nicht fassen lassen. Über Liebe zu schreiben ist letztlich so, als versuche man, das Leben selbst in ein Lexikon zu packen. Egal, wie viele Wörter es enthält, es werden nie genug sein."

Das Buch ist wirklich süß und die Idee dahinter richtig interessant. Anders als jedes normale Buch, handelt es sich hierbei, wie der Name ja schon sagt, in gewisser Weise um ein Wörterbuch.
Alphabetisch werden lauter Wörter genannt, die auf irgendeine Art, mit der Liebe und der Beziehung des Protagonisten zu tun haben. Das ist wirklich etwas einzigartiges.
Es wird jetzt nicht zu meinem absoluten Lieblingsbuch werden, einfach weil es nicht so viel Handlung gibt. Die Geschichte einer Beziehung wird erzählt und obwohl hierbei nicht chronologisch vorgegangen wird, merkt man dennoch dass sie sich entwickelt, mal positiv und dann eher negativ, mit Problemen, die mit der Zeit auftreten. Die Zeitsprünge waren nicht allzu verwirrend und haben eher dafür gesorgt, dass etwas mehr Spannung aufgebaut wurde.

"Ich möchte, dass meine Bücher ihre eigenen Regale kriegen", sagtest du, und da wusste ich, dass es okay sein würde, zusammenzuziehen.

Innerhalb des Buchs erfährt man nicht mal den Namen des Erzählers aber trotzdem lernt man ihn und seine Gefühle und Gedanken sehr gut kennen und er ist mir wirklich sympatisch gewesen.
Das Cover finde ich ehrlich gesagt nicht wirklich so toll. Die schönen Innenseiten haben mich aber dann doch schon eher überzeugt, aber das englische Cover ist leider echt um einiges schöner!
Das schönste am Buch war David Levithans wunderschöner Schreibstil. Er ist einer meiner Lieblingsautoren und das obwohl mir nicht jedes seiner Bücher zu hundert Prozent gefällt, ganz einfach weil er so toll mit Wörtern umgehen kann. Auch die Übersetzung von Andreas Steinhöfel ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen!

"Es gibt Phasen, da fürchte ich, mich längst verloren zu haben. Soll heißen, mein Ich ist so untrennbar an das Zusammensein mit dir gebunden, dass ich nicht länger existieren würde, falls wir uns trennten. Diesen Gedanken hebe ich mir für Momente tiefster Unzufriedenheit auf. Ich hatte nie beabsichtigt, so abhängig von jemandem zu werden."

Alles in allem muss ich aber sagen, dass die Geschichte auf Grund ihrer Leichtigkeit und fehlender Tiefgründigkeit ein Buch ist, dass nicht allzu lange im Gedächtnis bleibt.
Ich finde es ist ein wirklich schönes Buch für zwischendurch.




Dienstag, 19. Mai 2015

Neuzugänge im April - nicht viele aber wertvolle neue Schätze

Es ist mal wieder ein ziemlich verspäteter Post und bald werde ich euch schon meine Neuzugänge aus dem Mai zeigen, aber hier kommen erstmal meine April Neuzugänge - fünf Stück um genau zu sein!

:)


Das hier sind auch schon meine ersten Schätze und sie sind auch der Hauptgrund für die Überschrift... Es sind wahrscheinlich mit die teuersten Bücher die ich so besitze, und das, obwohl ich sie verhältnismäßig zum echten Schnäppchenpreis ergattern konnte!
Die wunderschöne Der Herr der Ringe Trilogie in einer Special Ausgabe des Kett-Cotta Verlags anlässlich des ersten Films, die es inzwischen nicht mehr zu kaufen gibt.
Ich habe sie in einem Antiquariat entdeckt, als ich mit meinem Freund Shoppen war und musste sie einfach kaufen! Zum Glück haben wir es dann sogar geschafft den Preis auf 50 Euro runterzuhandeln. Das ist wirklich ein guter Preis, wenn man bedenkt, dass diese Ausgabe bei booklooker.de für 120€ bis hin zu über 160€ angeboten wird, findet ihr nicht? ;D

Trotzdem für mich sind 50€ nach wie vor viel Geld, es ging nämlich mein ganzes Taschengeld eines Monats dafür drauf. Dementsprechend wenig andere Bücher habe ich dann auch gekauft, worauf ich eigentlich sehr stolz bin!
Aber zunächst mal ein paar Bilder meiner neuen Schätze, die vielleicht klar machen, warum ich so verliebt in diese Ausgabe bin!


Das ist wahrscheinlich der schönste Band der Reihe - das Bild von Gandalf gefällt mir total gut!





Auch ohne Schutzumschlag sind die Bücher noch wunderschön und die passenden Lesebändchen können mich nur noch mehr begeistern!


Das sind nun meine anderen Neuzugänge. Wie bereits erwähnt hatte ich nach dem Herr der Ringe nicht mehr ganz so viel Geld, dass ich für Bücher ausgeben konnte, weshalb ich sehr stolz auf mich selbst bin, wenn ich sage, dass ich im April ansonsten so gut wie kein weiteres Geld für Bücher ausgegeben habe!
Love Letters To The Dead habe ich auf Instagram bei einem Giveaway gewonnen und Die Nacht. als Gwen Stacy starb habe ich gegen eine Blue-Ray getauscht und soweit abgesehen vom Versand dafür eigentlich kostenlos erhalten!

Reden wir mal nicht darüber, dass ich dann im April doch auch noch einiges an Geld bei thebookpeople und nochmal um mehr bei bookwormboutique ausgegeben habe und somit dann doch wieder extrem übertrieben habe, sondern tun mal so als wäre das alles gewesen, weil der Rest, von dem ich jetzt gerade erzählt habe, eh erst im Mai gekommen ist, okay? :D
(Ja, ich schäme mich xD)

Freitag, 15. Mai 2015

[Rezension] Tsugumi Ohba & Takeshi Obata - Death Note (Black Edition 2)

Diese Rezension bezieht sich auf das zweite Buch der „Black Edition“ von Death Note, also auf Manga 3 und 4 der Reihe.




Reihe: Death Note, Band 3 & 4
Originalsprache: Japanisch
Genres: Manga, Drama, Mystery, Thriller

Deutsche Black Edition
Verlag: TOKYOPOP
Art des Buchs: Manga, Taschenbuch
Seitenanzahl: 384 Seiten


Eines Tages fällt dieses unheimliche Heft - das Death Note - in die Hände des Musterschülers Light Yagami. Und schon bald ist diesem klar: Er will alle Verbrecher töten. Er will die Gesellschaft von allem Bösen befreien. Und er will der Gott einer neuen Weltordnung werden.
Death Note 3
Die Sonderermittler unter der Leitung von L sind Light auf den Fersen. Doch selbst unter Beobachtung lässt sich Kira nicht vom Töten abhalten. Als plötzlich mysteriöse Videobänder auftauchen, kommt es zu einer auch für Kira schicksalhaften Wendung.
Death Note 4
Nach dem Erscheinen eines zweiten Kira wird Light in die Ermittlungszentrale gerufen, um L mit seiner überragenden Kombinationsgabe zur Seite zu stehen. In der Botschaft des falschen Kira entdeckt Light eine für ihn bestimmte, versteckte Nachricht und zieht daraufhin in Erwägung, mit Kira 2 in Kontakt zu treten...





Wenn ihr meine Rezension zum ersten Teil der Black Edition gelesen habt (hier!), habt ihr wahrscheinlich gemerkt, dass ich davon sehr begeistert war.
Dieser zweite Band der Reihe konnte meine entsprechend hohen Erwartungen leider nicht erfüllen und inzwischen sage ich immer, dass Death Note und mich jetzt eine Art Hassliebe verbindet.
Also, erstmal, seit ich Death Note begonnen habe, habe ich meine Liebe für Mangas, Comics, Graphic Novels und ähnliches entdecket. Ich will unbedingt mehr und will mir eigentlich ständig neue Graphic Novels kaufen. Diese Art von Lesen macht mir einfach wirklich Spaß.
Die Story von Death Note hat mich außerdem wirklich von Anfang an begeistert.
Es geht um Macht, Genie, Geschicklichkeit, und vor allem geht es darum dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein. Light ist ein Jugendlicher, der ein Death Note besitzt mit dem er Menschen einfach so umbringen kann und damit versucht eine neue Weltordnung auf zu bauen, in der es keine Verbrechen mehr gibt. L ermittelt in diesem Fall und will unbedingt herausfinden wer der geheimnisvolle Kira ist, der all diese Morde begeht. Light tut so als wäre er auf Ls Seite und versucht mit ihm zusammen zu arbeiten, in dem er so tut als würde er selbst auch Kira jagen. Die beiden tun sich zusammen aber dennoch verdächtigt L Light immer wieder. Da beide wirklich genial und echte Genies sind, ist es wirklich total spannend mit zu bekommen, wie sich ihr ständiges Katz und Maus Spiel entwickelt, da beide dem anderen immer einen Schritt voraus sind - in gewisser Weise.
Ich finde diese Story richtig spannend und es macht Spaß darüber zu lesen. Den dritten Manga und damit die erste Hälfte dieses Buches, habe ich mit großer Freude gelesen und er hat mir wirklich gut gefallen.
Das was mich so stört passiert im vierten Manga. Das Problem ist folgendes:
In meiner letzten Rezension zu Death Note 1 habe ich bereits bemängelt, dass mir gute und starke Frauen oder Mädchen in der Reihe fehlen, jetzt habe ich den Sexismus der Reihe voll kommen zu spüren bekommen und es hat mich wirklich sehr gestört.
Ein neuer Charakter taucht in diesem Teil der Reihe auf: Misa Amane. Sie hätte eine wirklich tolle Figur sein können, das ganze Potential ist da. Es gibt eine tolle Hintergrundgeschichte und die Art, wie sie in die Story findet und dazu kommt ist richtig cool.
Das alles könnte wirklich toll sein, wenn Misa nicht das Klischee eines seltsam verdrehten Frauenbildes wäre. Sie wird als blondes Püppchen dargestellt, die niemals so schlau sein kann wie die männlichen Helden. Sie begeht dumme Fehler und natürlich ist sie Hals über Kopf in Kira - also in Light - verliebt und würde absolut alles für ihn tun. Sie spielt vollkommen verrückt als sie ihn sieht und will sich ihm komplett unterwerfen, dennoch ist sie natürlich eine eifersüchtige Zicke, die Light nur nervt. Er beschließt schließlich sich mit ihr abzugeben, weil sie ihm nützlich sein kann und er Dinge wir ihre Gefühle natürlich nicht respektieren muss, da er vollkommen über ihr steht.

Auch L verhält sich so, als wäre ihm eine Sache ganz klar, und zwar, dass auch er Misa voll und ganz überlegen ist.
Außerdem wird sie immer, auch in Situationen, in denen das ganz und gar nicht nötig oder angebracht ist, auf seltsame Weise in erotischen Positionen und in zu kurzen Klamotten und seltsamen Winkeln gezeigt. Es mag sein, dass dieser letzte Punkt für die meisten Mangas normal ist, aber es hat mich trotzdem gestört.

Ich komme nicht gut mit diesem Sexismus klar und das hat mir das Lese-Erlebnis im vierten Manga wirklich kaputt gemacht.
Death Note hat eine super spannende Story aber der Sexismus ist wirklich ein Problem für mich. Ich denke der Begriff Hassliebe ist hierbei wirklich angebracht um meine Gefühle zu beschreiben. Es macht mich so traurig, dass eine derart spannende und tolle Geschichte auf diese Art für mich zerstört wird.




Dem dritten Manga würde ich noch 4 Sterne geben, aber der zweite würde eher nur 2 Herzchen bekommen... Insgesamt habe ich mich also für 3 Sternchen entschieden, da meine Meinungen und Empfindungen wirklich gemischt sind. 




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