Donnerstag, 5. Februar 2015

[Rezension] Cornelia Funke – Tintenherz


Reihe: Tintenwelt Trilogie
Sprache: Deutsch
Genres: Kinder- und Jugendbuch, Fantasy
Altersempfehlung: ab 11 Jahre

Verlag: Dressler
Buchart: Hardcover
Seitenanzahl: 576 Seiten



Die Dunkelheit war blass vom Regen und der Fremde war kaum mehr als ein Schatten. Nur sein Gesicht leuchtete zu Meggie herüber.“
Wer ist Staubfinger, der Fremde, wirklich? Und wer ist Capricorn, wer Zauberzunge? Antworten findet Meggie in einem alten ligurischen Bergdorf – und in einem Buch.



Tintenherz erzählt die Geschichte von Meggie, einem zwölfjährigen Mädchen und ihrem Vater Mo, der Bücher restauriert. Beide lieben das geschriebene Wort, doch genau das wurde Mo zum Verhängnis. Wenn er vorliest, vergisst man alles andere und die Welt in den Büchern erwacht wortwörtlich zum Leben. Mo, der auch Zauberzunge genannt wird, kann beim Vorlesen Figuren aus ihren Geschichten hinaus lesen – jedoch muss dafür auch immer jemand an deren Stelle in die Welt des Buches gehen. Und was passiert, wenn man aus Versehen den Bösewicht eines Buches aus seiner Geschichte holt, der dann auch noch hinter einem her ist?

Dass ich Tintenherz zum ersten mal gelesen – oder genauer gesagt, damals als Hörbuch gehört habe – ist nun wirklich schon Jahre her. Ich war damals wahrscheinlich ungefähr 12 Jahre alt und ich habe es geliebt. Die Fortsetzung dieses Romans war das erste Buch, was mich jemals so wirklich zum Weinen gebracht hat. Dieses Jahr habe ich beschlossen es noch einmal zu lesen.
Ich liebe es immer noch, wie beim ersten Mal, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.
Es ist eine wunderschöne Geschichte und definitiv nicht nur ein Kinderbuch. Es geht um die Liebe zu Büchern und zum Lesen und ich konnte mich vor allem in dieser Hinsicht sehr gut mit den Charakteren identifizieren.
Tintenherz ist spannend, fantastisch und wirklich wunderschön. Ich finde, dass diese Reihe ein weiterer Beweis für Cornelia Funkes Genialität ist. Sie ist eigentlich schon immer eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Ich freue mich schon darauf, irgendwann demnächst die Fortsetzungen noch einmal zu lesen und mich wieder in diese wunderschöne Welt entführen zu lassen. 
Besonders schön finde ich auch, dass jedes Kapitel mit einem Zitat aus einem Buch beginnt, die meistens ganz genau darauf abgestimmt sind, was in diesem Kapitel passiert und oft zu dem den Lesern die Lieblingsbücher der Autorin nahe bringen will. Das und die wunderschönen Illustrationen, die Cornelia Funke selbst gezeichnet hat, machen es zu etwas ganz Einzigartigem!
Ich kann es allen, die Bücher lieben, wirklich nur empfehlen.


Tintenherz ist eines meiner Lieblingsbücher und bekommt von mir 5 von 5 Herzchen!

[Rezension] Chris Colfer – The Land of Stories: A Grimm Warning


Reihe: The Land of Stories (3. Band)
Originalsprache: Englisch
Genre: Kinderbuch
Altersempfehlung: 8-12
Verlag: Little, Brown Books for Young Readers
Buchart: Hardcover
Seitenanzahl: 480 Seiten



Die Gebrüder Grimm haben eine Warnung für das Land of Stories.
Connor Bailey denkt, dass seine märchenhaften Abenteuer hinter ihm liegen – bis er einen mysteriösen Hinweis entdeckt, hinterlassen von den berühmten Brüdern Grimm. Mit der Hilfe von seiner Klassenkameradin Bree und der ausgefallenen Mother Goos begibt sich Connor auf eine Mission quer durch Europa um den zweihundert Jahre alten Code zu knacken.
Währenddessen versucht Alex Bailey die neue Fairy Godmother („gute Fee“) zu werden... aber ihre Bemühungen Wünsche zu erfüllen laufen nie ganz nach Plan. Wird sie jemals wirklich dazu bereit sein den Feenrat zu leiten?
Wenn alles auf ein Katastrophe für das Land of Stories hindeutet, müssen Connor und Alex sich mit ihren Freunden und Feinden zusammen schließen um die Lage zu retten. Aber nichts kann sie auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten... oder auf das Geheimnis, das das Leben der Zwillinge für immer verändern wird.

Ich liebe die The Land of Stories Reihe und finde es wirklich schade, dass sie in Deutschland so unbekannt ist und nicht mal übersetzt wurde.
Generell geht es um die Zwillinge Alex und Connor Bailey. Im ersten Teil, mit elf Jahren finden die beiden heraus, dass einer ihrer Elternteile ursprünglich aus der Märchenwelt stammt und sie erleben im sogenannten Land of Stories Abenteuer mit bekannten Märchenfiguren, von denen einige jedoch ein wenig anders sind, als es aus den klassischen Märchen hervor geht. Um nur ein Beispiel zu nennen ist Rotkäppchen keines falls ein süßes, bescheidendes Mädchen. Nachdem sie den Bösen Wolf besiegt hat wurde aus ihr Queen Red, die fehlende Intelligenz mit Selbstverliebtheit wett macht, aber dennoch ein absolut lustiger und liebenswerter Charakter ist.
Im dritten Band sind die Zwillinge dreizehn Jahre alt und erleben erneut ein Abenteuer in der Märchenwelt.

Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Das liegt vor allem daran, dass ich einfach ein sehr großer Fan der Reihe bin und es wundervoll fand wieder in diese tolle Welt einzutauchen und alle meinen geliebten Charaktere wieder zu treffen.
Das Buch hat mich zum Lachen gebracht, es war total spannend, an einigen Stellen auch sehr traurig und das Ende war einer dieser Cliffhanger, die einen dazu bringen das Buch anzuschreien und verdammt noch mal nach mehr zu verlangen!

Was mich jedoch gestört hat ist, dass Krieg eine große Rolle in diesem Buch spielt. Und Alex und Connor, die, wie gesagt, gerade mal dreizehn Jahre alt sind, sind mitten drin. Das hat mir nicht besonders gut gefallen, vor allem weil der Krieg nicht mal als wirklich negativ sondern eher als etwas Ehrenvolles dargestellt wird. Am schlimmsten fand ich, dass ein zehnjähriger Junge und ein vierzehn jähriges Mädchen nur während der Kriegszeit ins Land of Stories kommen - sie müssen sich die ganze Zeit verstecken, sehen wie andere Menschen und Kreaturen sterben und müssen selbst ständig um ihr Leben bangen. Und trotzdem sind sie am Ende nicht etwa traumatisiert, sondern sie bezeichnen ihre Zeit dort als das tollste und aufregendste was ihnen jemals passiert ist. Das finde ich zum einen unrealistisch und zum anderen eine wirklich schlechte Botschaft für die Leser dieses Buchs, die ja nach Altersempfehlung eventuell acht Jahre jung sind.
Aber dennoch, ich will das Buch an sich wirklich nicht schlecht reden. Ich finde nur, dass diese eine Sache nicht altersgerecht und gut umgesetzt ist, aber ansonsten mag ich das Buch wirklich sehr gerne.
Einige Teile dieses dritten Bands der Reihe spielten außerdem in Deutschland und mir persönlich haben diese Szenen wirklich gut gefallen. Auch wenn es ein paar Sterotypen gab, die voll und ganz erfüllt wurden (z.B. einen kleinen deutschen Jungen, der Emmerich heißt), hat man trotzdem gemerkt, dass der Autor Deutschland sehr zu mögen scheint. Sowohl Berlin als auch Bayern wurden als wunderschöne, außergewöhnliche Orte beschrieben und ich fand diese Sicht sehr interessant.

Ich kann euch die The Land of Stories Reihe wirklich nur ans Herz legen. Auch von der Altersempfehlung solltet ihr euch nicht abschrecken lassen. Mir, mit meinen siebzehn Jahren gefällt das Buch super, genauso wie mir der erste Teil der Reihe mit vierzehn ebenfalls sehr gut gefallen hat.
Alles in allem hatte ich wirklich Spaß beim Lesen, obwohl es den ein oder anderen Kritikpunkt gab.
Wenn ihr Fantasy und vor allem Märchen mögt und weder von potenziellen Kinderbüchern noch vom Lesen auf englisch abgeschreckt seid, empfehle ich euch dieser Reihe eine Chance zu geben.

Es ist selten, dass ich trotz Kritik eine so gut Wertung vergebe, aber The Land of Stories ist einfach ein ganz besondere Geschichte für mich, deren Idee und Charaktere ich von ganzem Herzen liebe.
Es bekommt 4 von 5 Herzchen von mir.



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